Während des Planspiels in der fiktiven Stadt „Spielow“ schlüpfen die Teilnehmenden in die Rolle unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen und setzen sich mit ihren Bedürfnissen auseinander. Sie erleben spielerisch am Beispiel von Bürgerbudgets einen demokratischen Aushandlungs- und Beteiligungsprozess.
Mit dem Planspiel möchten wir zeigen, dass unterschiedliche Interessen zu einer Demokratie gehören und einem gemeinsamen Handeln nicht im Wege stehen. Die Teilnehmenden schlüpfen hierfür in die Rolle unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen: von Familien, Bürgerinitiativen, Vereinen, Seniorinnen und Senioren sowie Jugendlichen sowohl in der Schule als auch im Jugendclub.
Bürgerbudgets zeigen, dass Demokratie nicht abstrakt ist, sondern auch außerhalb von Wahlen vor Ort mitgestaltet werden kann: Durch den Perspektivwechsel lernen die
Jugendlichen, Interessen und Bedürfnisse lokaler Akteurinnen und Akteure zu erkennen und besser zu verstehen. Sie werden für die Notwendigkeit von Kompromissen in einer demokratischen Entscheidungsfindung sensibilisiert und zur zielorientierten Teamarbeit und konstruktiven Lösungsfindung motiviert. Im Spielverlauf werden Diskussions- und Urteilsvermögen sowie Präsentations- und Argumentationsfähigkeit gestärkt.
Das Spiel ist ab 15 Jahren und für Gruppen von 10 bis 32 Teilnehmenden geeignet. Es kann in der schulischen und außerschulischen Demokratiebildung genutzt werden und eignet sich für Schulen aller Schulformen ab Klassenstufe 9. Darüber hinaus kann das Spiel in der Erwachsenbildung durchgeführt werden.
Eine begrenzte Anzahl von Spielen kann den Teilnehmenden zur Eigenanwendung nach dem Workshop zur Verfügung gestellt werden.

